Über mich

Viele Gründe führten dazu, dass ich schon früh eine engagierte Puppenmama wurde und heute wieder bin:

Wie sehr hatte ich mir schon als kleines Kind viele jüngere Geschwister gewünscht! Fast täglich legte ich Zuckerstückchen auf die Fensterbank für den Klapperstorch. - Doch nichts tat sich.

So bemutterte ich stattdessen hingebungsvoll meine Puppenkinder, wobei eine Stoffpuppe in ganz schwierigen Krankheitszeiten meine vertrauteste und einzige Begleiterin, und dadurch in gewisser Weise, meine „Seelenretterin“ wurde.

Auch konnte ich meinen Puppenkindern all das an Zuwendung geben, die ich selbst als Kind vollberufstätiger Eltern so schmerzlich vermisste....

Etwas älter, zeigte mir meine Großmutter wie man Puppenkleidung näht und strickt. Muss ich noch sagen, dass Handarbeiten zu meinen Lieblingsfächern in der Schule gehörte?

Viele Jahre später kam die Zeit, den Traum von einer großen Familie mit zu bemutternden „echten“ Kindern wahr werden zu lassen – und mir fiel die erste Anleitung zum Nähen einer Waldorfpuppe in die Hände!



Natürlich bekamen meine vier Söhne solch eine Waldorfpuppe! Und auch deren Freunde und Freundinnen. Aber nicht von mir, sondern von ihren Mamas, denen ich unbedingt zeigen musste, wie man solch eine Puppe näht! Die ersten Puppennähkurse im Rahmen einer Waldorfkindergarteninitiative folgten. Ich erinnere mich, dass wir damals unsere Schafwolle noch selbst gewaschen und gekämmt haben!

Dann wurden über viele Jahre andere Dinge wichtig....

Doch nach meiner Tätigkeit als Waldorflehrerin, auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung, erinnerte ich mich wieder an die Freude, die mir das Nähen und Einkleiden der Puppen immer bereitet hatte. Zu meiner Überraschung fand sich in einem Karton im Keller solch ein altes abgeschmustes, Puppenkind mit ziemlich beuligen Beinen und durchgeliebten Wangen nebst wunderschönene Nickistoffresten! Und das ziemlich abgegriffenen Buch von Karin Neuschütz war auch noch da! Ich fing wieder an zu nähen und zu nähen. Diesmal waren es meine beiden süßen Enkelkinder, die sich als erste eine Puppe aussuchen durften...

Inzwischen haben sich für meine Puppenkinder viele neue Eltern gefunden, sei es auf Basaren, durch einen Besuch in meiner Puppenwerkstatt oder durch persönliche Empfehlungen. Manche sind auch in Kindergärten anzutreffen, wo ich begann, wieder Puppenkurse für Eltern und Erzieherinnen zu geben.

Fühlen auch Sie sich herzlich eingeladen, Kontakt zu mir aufzunehmen.

Ihre Heidi Marner